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"I will fly you to the moon and back if you'll be, if you'll be my baby, I've got a ticket for a world where we are belong, so won't you be my baby...", dudelt das Radio und lässt mich grinsen. Wieder einer dieser alten Songs, den ich im Moment allen neuen vorziehen würde. Ich schaue aus dem Fenster und sehe, wie die Landschaft vorbei zieht. Ich denke an Basti, wie immer, und an das Spiel, das wir locker gewonnen haben. "I will fly you to the moon and back...", denke ich. Wenn ich nur wüsste, dass alles gut wird, müsste ich mir auch keine Sorgen machen. Wenn ich eine Ahnung hätte, wo ich in einem Jahr sein werde, in welcher Stadt mein Bett steht und wie Basti und ich das gemensam schaffen sollen, hätte ich keine Angst. Dann würde ich jede Sekunde dieser Aufregung, dieser Unsicherheit genießen können.
Mein Handy vibriert und zeigt eine Nachricht von Basti an. "Ich liebe dich." Mehr steht da nicht, aber es reicht, um mir die düsteren Gedanken aus dem Kopf zu treiben. Als hätte er gespürt, dass es mir nicht gut geht. Vielleicht hat er das sogar. Oder er hat sich im selben Augenblick die gleichen Gedanken über das nächste Jahr gemacht und weiß genauso wenig, wie wir das packen sollen, ohne einander und doch gemeinsam.
Plötzlich wünsche ich mir nichts sehnlicher, als nochmal den Herbst vor zwei Jahren erleben zu können. Hätte ich nicht mit ihm Schluss gemacht, wäre alles anders gekommen, da bin ich mir sicher. Dann hätte ich nicht zwei Jahre damit verbracht, mir Vorwürfe zu machen. Ihn zu vermissen. Alle Mädchen zu hassen, mit denen er ausgegangen ist oder sogar eine Beziehung hatte. Dann wären wir jetzt vielleicht nach einer langen und glücklichen Beziehung getrennt und jeder hätte die Kraft, seinen eigenen Weg ohne den anderen zu gehen, oder wir wären noch zusammen und hätten unsere Wünsche einander schon so angepasst, dass wir nicht vor diesem Problem ständen.
Aber dem ist nicht so, hole ich mich wieder in die Gegenwart zurück. Und es nützt auch nichts, jetzt noch darüber nachzudenken. Das Problem ändert sich dadurch nicht. Wir lieben einander deswegen nicht mehr oder weniger. Wir finden nicht schneller eine Lösung für das Problem, das unweigerlich auf uns zu kommt, jeden Tag etwas näher.

Kommentare:

  1. hm, ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. es gibt einfach momente, in denen kann man nciht mehr. in denen funktioniert nichts so, wie es soll und man hat einfach das gefühl, dass es nie wieder so wird, wie früher. das veränderung ein prozess ist, weiß jedes kleine kind, aber manchmal geht der prozess eben zu schnell. kannst du dir das vorstellen? kennst du das? naja, so geht es mir eben manchmal. und dann würde ich gerne kurz die welt anhalten. oder sie wenigstens langsamer machen. damit ich kurz nachdenken kann. damit ich kurz die situation überblicken kann.
    und wie geht es dir?
    xx

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  2. Ich weiß nicht viel, aber was ich weiß kannst du auch hier nachlesen:
    http://www.copypastelove.org/2012/10/achtung-neue-abmahnwelle.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+copypasteloveDasGroeTutorialblog+%28*CopyPasteLove+%E2%99%A5+Das+gro%C3%9Fe+Tutorialblog%29
    Liebe Grüße, Lina

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  3. http://www.copypastelove.org/2012/10/achtung-neue-abmahnwelle.html

    ich weiß nicht ob der andere link funktioniert, wenn du ihn in die url eingibst, also versuch es mal hiermit falls das andere nicht geht ;)

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  4. hm, ich weiß nciht. viele dinge gehen mir gerade zu schnell. auch wenn es mein letztes schuljahr ist und ich noch garnich fertig bin, finde ich manchmal, dass man uns zu viel zumutet. viel zu viel. und dann bin ich einfach ziemlich fertig. und dann gibt es wieder die momente, in denen ich es nicht erwarten kann, endlich mein eigenes leben zu leben und endlich raus hier zu kommen.
    ja, vieles geht schnell, und es wird nie wieder wie früher. -das ist einfach so und lässt sich nicht ändern.
    kennst das lied von f.r. "irgendwann"? da geht es genau darum. hörs dir mal an. es ist gut, find ich (:

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